Bryan Singer bestreitet neu veröffentlichte Missbrauchsvorwürfe

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Gegen Regisseur Bryan Singer werden laut einem Artikel der Zeitschrift Esquire verschiedene sexuelle Missbrauchsvorwürfe im Laufe seiner Karriere vorgeworfen, zu denen sich Singer nun äußert.

Der Artikel wird erst noch online erscheinen, aber in einem Instagram-Beitrag schrieb Singer, dass der Artikel zeitlich abgestimmt mit seinem kommenden Freddie Mercury-Biopic „Bohemian Rhapsody“ (31.10.18) veröffentlicht wird.

„Ich weiß seit einiger Zeit, dass das Magazin Esquire einen negativen Artikel über mich veröffentlichen wird“, schrieb Singer. „Sie haben meine Freunde und Kollegen kontaktiert, die ich nicht einmal kenne. In dem heutigen Klima, in dem die Karrieren der Menschen durch bloße Anschuldigungen geschädigt werden, versucht Esquire eine rücksichtslose Missachtung der Wahrheit, indem er Annahmen macht, die fiktiv und unverantwortlich sind.“, so der Filmemacher.

Letztes Jahr wurde Singer des Missbrauchs von Cesar Sanchez-Guzman beschuldigt, der behauptet, der Regisseur habe ihn 2003 auf einer Yacht-Party angegriffen. Sanchez-Guzman war zum Zeitpunkt der angeblichen Vergewaltigung 17 Jahre alt. Singer wurde bereits vorher, zusammen mit anderen Machern aus Hollywood, 2014 von Michael Egan des Angriffs angeklagt. Jedoch entschuldigte Egan sich später und sagte, dass seine Behauptungen unwahr waren. Singer wurde auch von einem anonymen Kläger in Großbritannien im Jahr 2014 verklagt, aber die Klage wurde später fallen gelassen.

„Dieser Artikel wird versuchen, falsche Anschuldigungen und Fake-Prozesse wieder aufzuwärmen“, schrieb Singer. „Dieser Artikel wird Zitate aus Quellen missbräuchlich verwenden, die behaupten intimes Wissen über mein Privatleben zu haben. Durch Menschen, die ich entweder kannte oder in der Vergangenheit getroffen hatte. Sie werden versuchen, eine Karriere zu zerstören, für die ich 25 Jahre gearbeitet habe.“

Eine Quelle aus dem Umfeld von Bryan Singer teilte mit, dass der Regisseur den Artikel nicht kommentieren wird. Dieser hat sich nun aber dennoch geäußert und hielt sich vor dies auch in Zukunft zu tun, vor allem nach erscheinen des Artikels im Esquire Magazines. Diverse Anschuldigungen gegen ihn wurde aber schon früher veröffentlicht.

Singer wurde zwei Wochen vor der Endproduktion von ‚Bohemian Rhapsody‘ für unprofessionelles Verhalten von Fox gefeuert, da er für mehrere Tage dem Set fern blieb. Er wurde durch Dexter Fletcher (‚Eddie the Eagle: Alles ist möglich‘) ersetzt, der die restliche Drehzeit abdrehte und die Postproduktion überwachte. Bryan Singer wird aber weiterhin als Regisseur des Films benannt.

Zuvor war er für ‚X-Men‘, ‚Superman Returns‘ und ‚The Usual Suspects‘ verantwortlich. Das Esquire-Magazin reagierte zunächst nicht auf Singers Kommentar.

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