Oscars 2019 ohne Host

Knapp drei Wochen vor der 91. Oscarverleihung am 24. Februar in Los Angeles, wurde bekannt, dass die Academy Awards nach 1989 erneut ohne einen Host auskommen werden.

Karey Burke, die Entertainment-Chefin beim US-Sender ABC, der die Oscars überträgt und mit plant, bestätigte nun diverse Berichte, die im Vorfeld die Runde machten.

Der eigentlich vorgesehene Moderator der diesjährigen Verleihung, Komiker Kevin Hart, stolperte über seine homophoben Tweets, die er in der Vergangenheit via Twitter absetzte, und trat deshalb als Oscar-Host zurück. Darauf suchten die Verantwortlichen einen Ersatz – vergeblich.
Doch die Entscheidung sei nach Harts Rückzug ziemlich schnell gefallen, man wollte verhindern, dass erneut eine ähnliche Situation entstehe. Als entschied man sich für eine Gala ohne Moderator/en.
Stattdessen sollen die jeweiligen Laudatoren gemeinsam durch den Abend führen, teilte die ABC Entertainment-Chefin mit.

In den vergangenen beiden Jahren moderierte Talkmaster Jimmy Kimmel die Verleihung des wichtigsten Filmpreises der Welt.

Doch gerade die meist komödiantischen Monologe, die der Oscar-Gastgeber zur Eröffnung zum Besten gibt, auf Prominente, zum Stand der Filmindustrie und vor allem zu aktuellen kulturellen und politischen Fragen sind es, die bisher die Veranstaltung den manchmal notwendigen Biss gab. Und für einen Unterhaltungswert sorgte, der der Academy zuweilen fehlte. In Anbetracht sinkender Zuschauerzahlen (2018 schauten sich nur noch 26,5 Millionen Menschen die Oscar-Verleihung im Fernsehen an, 2014 waren es noch 43 Millionen Menschen).

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences steht nicht nur wegen dem historischen Tief der Zuschauerzahlen unter Druck. Kritik gab es unter anderem an der Länge der Show, die in der jüngsten Vergangenheit oft dreieinhalb Stunden dauerte. Die Verantwortlichen der Academy, hätten dem Sender ABC versprochen, die Zeit auf drei Stunden zu kürzen.
„Die Produzenten haben, denke ich, weise entschieden, dazu zurückzugehen, auf einen Moderator zu verzichten und stattdessen die Laudatoren und Filme die Stars sein zu lassen.“, so Entertainment-Chefin Burke.