NewsEröffnung Hofer Filmtage: im Kinosaal und Wohnzimmer

Eröffnung Hofer Filmtage: im Kinosaal und Wohnzimmer

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Politisches Drama eröffnet die Hofer Filmtage 2020

Mit dem Drama ‚Und morgen die ganzen Welt‘ haben am Dienstagabend die 54. Internationalen Hofer Filmtage begonnen. „Der Film ist für mich starkes, wichtiges und vor allem aktuelles Kino“, erklärte Thorsten Schaumann, künstlerischer Leiter des Festivals. „Ich bin da aus der Vorführung herausgegangen und der Film hat mich nicht mehr losgelassen.“ Regisseurin Julia von Heinz setzt mit ihrem neuen Kinofilm ein Statement gegen Populismus. Eine Jura-Studentin kämpft mit ihren Freunden gegen den Rechtsruck im Land. Selbst vor Gewalt schrecken sie nicht zurück. Doch dann muss sich die junge Frau entscheiden, wie weit sie für ihren Widerstand gehen will. Das Drama ist bis zum 1. November online abrufbar.

Hofer Filmtage im Kinosaal und Wohnzimmer

Alle Filme und Preisverleihungen der Hofer Filmtage lassen sich zum ersten Mal von zu Hause aus online mitverfolgen, weil in den Kinosälen wegen der Corona-Krise viele Plätze leer bleiben müssen. Anstelle der üblichen Feiern und Empfänge wird jeden Abend um 23 Uhr eine Late-Night-Talkshow auf der Internetseite übertragen. Die Nachtgespräche drehen sich um „die Filmtage, Film, Kino und das Leben an sich“, kündigte das Festival an.
„Wir wollen ein starkes Zeichen setzen, dass Kino sich bewegen kann und dass Kino lebt“, sagte Thorsten Schaumann, künstlerischer Leiter der Hofer Filmtage. Das Festival, das seit 1967 für die Entdeckung junger Talente bekannt ist, findet vom 20. bis 25. Oktober statt.

Die Hofer Filmtage sind üblicherweise auch ein Treffpunkt für Regisseure, Kinoproduzenten und Schauspieler. „Wir freuen uns über jeden, der dieses Jahr kommen kann“, sagte eine Sprecherin des Festivals. „Aber wir können aufgrund der Pandemie nicht abschätzen, wie viele Gäste tatsächlich zu den Filmtagen kommen werden.“ Die Hotelzimmer seien reserviert, doch wegen der Corona-Krise rechne man auch noch kurzfristig mit Absagen. Vergangenes Jahr strömten rund 30 000 Besucher in die Kinosäle. Dieses Jahr werden höchstens 350 Kinoliebhaber pro Tag erwartet, obwohl es mit dem Saal der Bürgergesellschaft und der Freiheitshalle zwei zusätzliche Spielstätten gibt. „Wir können die Kinos wegen der Corona-Auflagen nur zu einem Viertel bespielen“, sagte die Festival-Sprecherin. Doch die Übertragung der Filmtage im Internet könne auch eine Chance sein. „Wenn jemand zum Beispiel aus Berlin nicht nach Hof kommen konnte, so konnte er auch nicht am Programm der Filmtage teilnehmen“, sagte die Sprecherin. Dieses Jahr aber könnten Kinoliebhaber von überall her die Filme und Preisverleihungen mitverfolgen. Sie dürfen sich auf 72 längere Spiel- und Dokumentarfilme sowie auf mehr als 50 Kurzfilme freuen. Das Publikum erwarte starke Filme – von starken Frauen, über starke Familien bis zu starken Sehnsüchten und Mystik. „Es ist eine breite Vielfalt, die echt bewegt“, versprach der künstlerische Leiter der Filmtage.

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