Film Review: ‚Mission Impossible – Fallout‘

Mission Impossible - Fallout
Paramount Pictures

Regie: Christopher McQuarrie
Cast: Tom Cruise, Simon Pegg, Rebecca Ferguson, Michelle Monaghan, Henry Cavill, Alec Baldwin, Angela Bassett
USA 2018
148 Minuten


20.07.2018

Ethan Hunt ist zurück – und wie

Geballte, handgemachte Action. Eine gute, teils undurchsichtige Story. Gleiches gilt für die Charaktere. In Zeiten von schablonenhaften Superhelden-Verfilmungen, vollgestopft mit CGI, oft beliebiger Action, bei der sich keiner dank Computertechnik keiner mehr anzustrengen braucht, ist „Mission: Impossible – Fallout“ eine wahre Wohltat.

Der sechste Agententhriller des Franchise bietet hohes Tempo, zweieinhalb Stunden lang. Ohne das Gefühl zu haben der Film zieht sich in die Länge. Ob Verfolgungsjagden in Paris, oder Helikopter-Action am anderen Ende der Welt. Mission Impossible bleibt sich in vielem treu, was Erzählstränge und Motive Einzelner betrifft. Und schafft es dennoch sich stets weiterzuentwickeln. Eines der wenigen Franchise, die sich mit jedem Film steigern.

Cruise und Co. sind dabei in absoluter Top-Laune. Der inzwischen 56-jährige turnt und springt als wäre er Anfang dreißig, maximal.
Der Hauptdarsteller fliegt als Ethan Hunt höchstselbst Helikopter, springt über Dächer, rennt als gäbe es kein Morgen, düst mit einem Motorrad durch Paris und wird unsanft gestoppt. Vor dieser Leistung muss man einfach Respekt haben. Es gibt wenige die sich so viel zutrauen. In Hollywood wohl kaum einer außer seit jeher Tom Cruise.

Mission Impossible - Fallout
Henry Cavill und Angela Bassett in ‚Mission Impossible – Fallout‘ (Paramount)

Neu dabei und eine Bereicherung; der undurchsichtige Henry Cavill, als CIA-Agent. Der knallharte Fight in einer Keramikabteilung ist jetzt schon legendär!
Oder Rebecca Ferguson als Ilsa Faust. Die Agentin die einstecken kann, und austeilt. Sehr forciert wird sie zwar recht spät im Film eingebaut, spielt dabei umso mehr eine entscheidende Rolle. Gleiches gilt für Michelle Monaghan als Ethan Hunts Ex-Ehefrau Julia.
Alle Charaktere haben ihren Platz im Agententhriller. Und Raum um sich entfalten zu können.
Wer allerdings auf eine nennenswerte Weiterentwicklung der Figuren hofft wird enttäuscht.
Alles in allem kann Regisseur Christopher McQuarrie gegenüber seinem Vorgänger „Rogue Nation“ nochmals eine Schippe drauflegen. In allen Belangen. Auch wenn, typisch Mission Impossible, es zeitweise eine kleine Schippe zu viel ist.

Die Motive von Ethan Hunt sind im Mission Impossible Franchise eigentlich immer die gleichen; Auftrag, sofern man ihn annimmt, erfüllen, egal wie aussichtslos dieser erscheint. Aber McQuarrie zeigt erstmals mit einer Szene Hunts wahren Motive: ihm geht es um den Einzelnen mehr als um den „großen Auftrag“. So kümmert er sich fast schon liebevoll um eine Polizistin, die während eines Kidnappings durchgeführt von seiner Crew, plötzlich den Fluchtweg versperrt. Während andere Crewmitglieder bereits die Waffe ziehen, versucht er sie mit Worten zu beschwichtigen, doch dann wird die junge Frau von Gangstern angeschossen, Hunt kann schlimmeres verhindern und rettet ihr letztlich das Leben.
Allein diese Szene ist exemplarisch für Ethan Hunts Entscheidungen.


Drehbuch: Christopher McQuarrie
Produzenten: Tom Cruise, Christopher McQuarrie, Jake Myers, J.J. Abrams
Kamera: Rob Hardy
Schnitt: Eddie Hamilton

Ab 13. Dezember 2018 auf DVD/Blu-ray/4K UHD und Steelbook erhältlich:

© Paramount Pictures

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