Soundcloud mit direkter Monetarisierung

Soundcloud hat die Funktion Soundcloud Premier ausgeweitet und hunderttausenden Nutzern zugänglich gemacht. Das Programm schüttet die Erlöse aus den Streams nun direkt an die Künstler aus.

Erst kürzlich ermöglichte es Spotify einigen unabhängigen Künstlern, ihre Musik direkt bei dem Streamingdienst hochzuladen, anstatt wie bisher den Umweg über etwa ein Label zu nehmen. Der Schritt sorgte bei den Rechteinhabern für Aufsehen.

Nun reagiert die Streamingplattform Soundcloud, bei der Nutzer seit jeher ihre eigenen Songs direkt hochladen können, und weitet das Angebot Soundcloud Premier aus. Das Programm soll die mit Streams erzielten Erlöse direkt an die Künstler ausschütten.

Bisher kamen nur ausgewählte Nutzer durch eine Einladung in den Genuss von Soundcloud Premier. Indem nun auch Nutzer von Soundcloud Pro und Soundcloud Pro Unlimited auf den Service zugreifen können, sollen Künstler künftig die Möglichkeit bekommen, ihre Inhalte bei Soundcloud direkt zu monetarisieren.

Teilnehmen können Musiker, die im vergangenen Monat mindestens 5000 Abrufe bei Soundcloud generierten, und zwar in den Ländern, in denen bezahlte Abonnements und Werbung verfügbar sind. Dazu zählen derzeit die USA, Großbritannien, Kanada, Australien, Frankreich, Deutschland, Irland, die Niederlande und Neuseeland. Nach und nach soll der Service aber auf weitere Territorien ausgeweitet werden.

„Soundcloud ist die größte Open Audio Plattform der Welt, mit Inhalten von mehr als 20 Millionen Urhebern“, erklärt Soundcloud-CEO Kerry Trainor: „Dass wir nun Hunderttausende berechtigen, ihre Musik mithilfe von Soundcloud Premier direkt zu monetarisieren, ist ein spannender Schritt und ermöglicht vielen Künstlern, ihre Karrieren bei Soundcloud aufzubauen.“

Zu den aktuellen und ehemaligen Teilnehmern an Soundcloud Premier zählen Künstler wie Chance The Rapper, Kali Uchis, Lil Uzi Vert, Alina Baraz oder Lil Yachty.