FilmEndlich wieder Kino: Die Kinostarts am 1. Juli 2021

Endlich wieder Kino: Die Kinostarts am 1. Juli 2021

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Oscar-Abräumer ‚Nomadland‘: großes Kino mit Frances McDormand

Es war der große Oscargewinner in diesem Jahr: In ‚Nomadland‘ hat die Witwe Fern ihre Habseligkeiten in einem ausgebauten Truck verstaut. Sie ist eine moderne Nomadin, die durch die USA zieht. Fern, verkörpert von Frances McDormand (‚Fargo‘, ‚Three Billboards Outside Ebbing, Missouri‘), ist eine Kämpferin, die sich mit Gelegenheitsjobs durchs Leben schlägt. Es ist eine Kehrseite des Amerikanischen Traums, die McDormand und die in China geborene Regisseurin Chloé Zhao trotz bedrückender Realität mit einer berührenden Poesie aufzeigen. Mit ‚Nomadland‘ schrieb die Regisseurin Filmgeschichte und gewann drei Oscars: für den besten Film, die beste Regie und McDormand als beste Hauptdarstellerin.

Nomadland, USA 2020, 108 Min., FSK o.A., von Chloé Zhao, mit Frances McDormand, David Strathairn, Linda May, Charlene Swankie, Bob Wells

Tanz der Titanen: Unkonventionelle Drauf-Hau-Action mit ‚Godzilla vs. Kong‘

1962 sind sie erstmals auf großer Kinoleinwand aneinander geraten: Die Riesenechse Godzilla und ein großer schwarzer Affe namens King Kong. Nun dürfen sie es beide noch einmal ordentlich krachen lassen in dieser Neuauflage. Es geht um eine Reise tief hinein in unsere Erde, darum, die ursprüngliche Heimat des Riesenaffen zu entdecken. Godzilla und King Kong aber treten in diesem Spektakel nicht nur gegeneinander an; es warten auch noch andere Gegner auf die titelgebenden Titanen. Immer mit dabei ist auch ein kleines Mädchen, das in der Lage ist, per Zeichensprache mit Kong zu kommunizieren. Die Regie kommt von dem US-Regisseur Adam Wingard (‚Blair Witch‘).

Godzilla vs. Kong, USA 2021, 113 Min., FSK ab 12, von Adam Wingard, mit Rebecca Hall, Alexander Skarsgård, Millie Bobby Brown

Otto Waalkes unterhält als ‚Catweazle‘

Es gibt einen neuen Otto-Film. Doch diesmal ist der Ostfriese Otto Waalkes kein Zwerg, sondern ein Zauberer. Der Komiker schlüpft in die Rolle des schusseligen Hexenmeisters Catweazle. Basierend auf der britischen Kultserie aus den 70er-Jahren verschlägt es den Magier in der Komödie ‚Catweazle‘ plötzlich aus dem Mittelalter ins Jahr 2020. Dort wird die Suche nach seinem Zauberstab – begleitet von dem zwölfjährigen Benny (Julius Weckauf, ‚Der Junge muss an die frische Luft‘) und torpediert von der gierigen Kunstexpertin Katharina Metzler (Katja Riemann) – zu einem aufregenden Abenteuer.

Catweazle, Deutschland 2021, FSK ab 0, 96 Min., von Sven Unterwaldt, mit Otto Waalkes, Katja Riemann, Julius Weckauf, Henning Baum, Gloria Terzic, Milan Peschel

Monstervergnügen nach Videospiel: ‚Monster Hunter‘ mit Milla Jovovich

Nach dem Erfolg seiner ‚Resident Evil‘-Filme nimmt sich Paul W. S. Anderson mit ‚Monster Hunter‘ das nächste Videospiel-Franchise vor. In den Hauptrollen: ‚Resident Evil‘-Star Milla Jovovich und der thailändischen Martial-Arts-Star Tony Jaa (‚Ong-bak‘). Jovovich spielt die Soldatin Artemis, die mit ihrer Militäreinheit in einer fremden Dimension landet, wo riesige Monster unterwegs sind. Nachdem die Kreaturen ihre gesamte Einheit dezimiert haben, tut sie sich mit Hunter zusammen, einem Kämpfer aus der neuen Welt, der seine Familie an die Ungetüme verloren hat. Anderson ist ein albernes, aber kurzweiliges Monsterspektakel gelungen. In Nebenrollen sind Ron Perlman (‚Hellboy‘), Diego Boneta (‚Luis Miguel – Die Serie‘) und der Rapper T.I. zu sehen.

Monster Hunter, USA 2020, 103 Min., FSK 16, von Paul W. S. Anderson, mit Milla Jovovich, Tony Jaa, Ron Perlman, Diego Boneta, T.I.

Bob Odenkirk ist ‚Nobody‘: Wann ist ein Mann ein Mann?

Es sind vor allem Männer, meist weiße Kerle, die durchdrehen im US-Kino. Denen es irgendwann mal reicht: Gespielt werden sie gern von etablierten Namen wie Bruce Willis, Michael Douglas oder Keanu Reeves. Auch Bob Odenkirk, Hauptdarsteller des neuen Rachespektakels von Ilya Naishuller (‚Hardcore‘), passt irgendwie in diese Kategorie. Seine Figur in diesem Neunzig-Minüter hat schon viel schlucken müssen, das zeigen die ersten Szenen. Ein nächtlicher Einbruch aber, der bringt das schon längst volle Fass zum Überlaufen: Nobody dreht durch, hinterlässt eine blutige Spur. Odenkirk hat sich vor allem durch seine Teilnahme an den Kultserien ‚Breaking Bad‘ und ‚Better Call Saul‘ einen Namen gemacht.

Nobody, USA/Japan 2021, 92 Min., FSK ab 16, von Ilya Naishuller, mit Bob Odenkirk, Christopher Lloyd, Connie Nielsen

Cumberbatch im Krimi-Drama nach wahren Ereignissen: ‚Der Spion‘

Nach wahren Ereignissen vor dem Hintergrund der Kubakrise spielt Benedict Cumberbatch den britischen Geschäftsmann und Familienvater Greville Wynne, der sich in den 60er Jahren als Kurier für die Geheimdienste einspannen ließ. Der sowjetische Oberst Oleg Penkowski lieferte dem britischen MI6 und der amerikanischen CIA damals streng geheime Informationen aus dem Kreml, die dazu beigetragen haben sollen, eine Eskalation zu verhindern. Bei Geschäftstreffen in Moskau und London nahm Wynne die Informationen von Penkowski, gespielt von Merab Ninidze, in Empfang. Doch der KGB bekommt Wind von der Sache. Theaterregisseur Dominic Cooke führte Regie bei dem hochkarätig besetzten Film, einer soliden Mischung aus Krimi und Drama.

Der Spion, USA 2020, 112 Min., FSK ab 12, von Dominic Cooke, mit Benedict Cumberbatch, Merab Ninidze, Jessie Buckley, Angus Wright, Rachel Brosnahan

‚Percy‘: Christopher Walken als kämpferischer Farmer

Der 70-jährige kanadische Farmer Percy Schmeiser hütet sein eigenes Saatgut seit Jahrzehnten wie einen Schatz. Als er vom Chemiekonzern Monsanto verklagt wird, weil er angeblich deren genmanipuliertes Saatgut verwendet, beschließt Percy zusammen mit seiner couragierten Frau Louise, den Rechtsstreit bis in die letzte Instanz auszufechten. Unterstützt werden die beiden von mutigen Anwalt (Zach Braff) und einer nicht ganz uneigennützigen Umweltaktivistin (Christina Ricci). Der auf einer wahren Geschichte beruhende Film von Regisseur Clark Johnson wird ganz vom großartigen Hauptdarsteller Christopher Walken getragen. Mit stoischer Gelassenheit und hintergründigem Humor zieht der Farmer ins schier aussichtslose Gefecht gegen den Chemiemulti und wird zum globalen Helden im Kampf gegen Genmanipulation.

Percy, Kanada 2021, 100 Min., FSK ab 6, von Clark Johnson, mit Christopher Walken, Zach Braff, Christina Ricci

‚Ich bin dein Mensch‘: Ein ungewöhnlich kluger Liebesfilm

Kann man sich in einen Roboter verlieben? Diese Frage stellt die Tragikomödie ‚Ich bin dein Mensch‘. Regisseurin Maria Schrader (‚Unorthodox‘) hat das Projekt gerade auf der Berlinale vorgestellt. Der Film erzählt von einem Experiment: Eine Wissenschaftlerin, die im Pergamonmuseum forscht, soll einen Roboter als Lebenspartner testen. In einem Gutachten soll sie erläutern, ob es aus ihrer Sicht richtig wäre, wenn die Maschinen zum Beispiel heiraten dürfen sollten. Gespielt werden die beiden Hauptrollen von Maren Eggert (‚Tatort‘) und Dan Stevens (‚Downton Abbey‘).

Ich bin dein Mensch, Deutschland 2021, 104 Min., FSK ab 12 Jahren, von Maria Schrader, mit Maren Eggert, Dan Stevens, Sandra Hüller und Hans Löw

‚100% Wolf‘: Putzige Animation mit Hella von Sinnen und Kurt Krömer

Wenn nicht nur eine Komikexpertin vom Schlage einer Hella von Sinnen einem Animationsfilm ihre prägnante Stimme leiht, sondern zudem auch noch die Berliner Humorlegende Kurt Krömer, dann kann man sich auf was gefasst machen. Freddy möchte zu einem Wolf werden. Doch da geschieht etwas sehr Merkwürdiges. Irgendetwas geht schief beim Verwandlungsprozess – aus Freddy jedenfalls wird kein gestandener Wolf, sondern ein, wenn auch ziemlich wilder: Pudel. Freddy, der Pudel mit dem pinkfarbenen Haarschopf, er hat nun Zeit bis zum Mondaufgang des kommenden Tages, um sich als echter Wolf zu bewähren. Ansonsten droht dem armen und kleinen Freddy, der so gerne böse und groß wäre, die Verbannung.

100% Wolf, Australien/Belgien 2020, 96 Min., FSK ab 0, von Alexs Stadermann

‚Conjuring 3: Im Bann des Teufels‘ – Der Grusel geht weiter

In ‚Conjuring – Die Heimsuchung‘ erlebte Familie Perron Gruseliges, als sie in den 70er Jahren in ein verfluchtes Farmhaus zog. Hilfe bekamen die Perrons von dem Dämonologen-Paar Lorraine und Ed Warren, das sich mit paranormalen Vorkommnissen auskennt. Diese beiden Experten – dargestellt von Vera Farmiga und Patrick Wilson – sind jetzt auch in ‚Conjuring 3‘ wieder mit dabei. Dieses Mal bekommen sie es mit einem Mann zu tun, der vor Gericht steht, aber aussagt, er sei von Dämonen besessen. Was wohl dahinter steckt? Regie bei Teil 3 führte Michael Chaves (‚Lloronas Fluch‘).

Conjuring 3: Im Bann des Teufels, USA 2021, 112 Min., FSK ab 16, von Michael Chaves, mit Vera Farmiga, Patrick Wilson, Ruairi O’Connor

‚Peter Hase 2‘: Neue Abenteuer und Christoph Maria Herbst

‚Peter Hase‘, eine Mischung aus Animations- und Realfilm, spielte 2018 weltweit mehr als 351 Millionen Dollar ein und gehörte zu den erfolgreichsten Kinofilmen des Jahres. Nun kommt die Fortsetzung in die Kinos. Im Mittelpunkt steht wieder Peter Hase, der mit Bea, Thomas und den anderen Hasen als Wahlfamilie lebt. Der umtriebige Peter aber kann es nicht lassen, verlässt den heimischen Garten und landet in einer Großstadt. Mit seiner spitzbübischen Art kommt er dort gut an. Doch dann gerät seine Hasenfamilie in Gefahr und Peter muss herausfinden, was für ein Hase er sein will. Christoph Maria Herbst spricht erneut Peter Hase, und Heike Makatsch, Jessica Schwarz und Anja Kling leihen den drei Hasendamen Flopsi, Mopsi und Wuschelpuschel ihre Stimmen.

Peter Hase 2 – Ein Hase macht sich vom Acker, Australien, Indien u.a. 2020, 94 Min., FSK ab 0, von Will Gluck, mit Rose Byrne, Domhnall Gleeson, Damon Herriman

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