Film News Filmindustrie mit Milliardenverlusten durch Coronavirus

Filmindustrie mit Milliardenverlusten durch Coronavirus

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„Die Kinos sind geöffnet, aber sie könnten genauso gut geschlossen sein, das macht kaum einen Unterschied“

Die globale Filmindustrie steht vor einem Verlust von 5 Milliarden Dollar durch den Ausbruch und die Verbreitung des Coronavirus.
Die meisten Kinos in China sind geschlossen. Die Einnahmen an den Kinokassen in Südkorea und Italien sinken rasant sind und Prognosen sind völlig unberechenbar und lassen sich kaum für die nächsten Monate vorhersagen.
Im Jahr 2019 stiegen die internationalen Einnahmen an den Kinokassen noch auf den Rekordstand von 31,1 Milliarden Dollar und trugen zu einem weltweiten Rekord-Boxoffice von 42,5 Milliarden Dollar bei. Die Freude über diese Zahlen ist mittlerweile durch die Angst vor dem Coronavirus ersetzt. Inzwischen ist die Rede von einer globalen Pandemie – die die Bevölkerung auf der ganzen Welt für Wochen oder Monate von öffentlichen Räumen, und eben auch Kinos und Multiplexen fern halten könnte.

Das Virus, das als COVID-19 eine Atemwegserkrankung verursacht, hat aktuell über 90.000 Menschen infiziert und weltweit mehr als 3.000 Menschenleben gefordert. Die überwiegende Mehrheit der Todesfälle sind in China zu beklagen, der Ort wo das Virus zum ersten Mal auftauchte. Inzwischen werden mehr neue Fälle außerhalb des Landes als innerhalb Chinas festgestellt. In Südkorea hat sich die Zahl der bestätigten Infektionen am Wochenende auf 4.300 fast verdoppelt.

Die Kinos in China sind seit Wochen geschlossen, aber das Virus beginnt, das Filmgeschäft in Südkorea, Italien und sogar in Japan, dem drittgrößten Filmmarkt der Welt, stark zu beeinträchtigen. Einige Analysten sind der Meinung, dass COVID-19 bereits zu einem Verlust von mindestens 5 Milliarden Dollar durch verminderte Einnahmen an den Kinokassen führen und die Produktion beeinträchtigen könnte. Diese Zahl könnte sich noch erhöhen, wenn der Filmbetrieb auf anderen Märkten ins Stocken gerät, einschließlich der USA, wo es bisher 100 bestätigte Fälle und sechs Todesfälle gab.

In China, dem zweitgrößten Markt der Welt in Bezug auf Einnahmen an den Kinokassen, bleiben etwa 70.000 Kinos durch das Virus geschlossen. Die wichtigen Kartenverkäufe in den traditionellen chinesischen Neujahrsfeierlichkeiten vom 24. Januar bis zum 23. Februar beliefen sich dieses Jahr auf gerade einmal 4,2 Millionen Dollar. 2019 waren es noch 1,76 Milliarden Dollar. Analysten schätzen, dass sich der Verlust in China bis Ende Februar auf 2 Milliarden Dollar oder mehr belaufen könnte. Es wird nicht erwartet, dass das Geschäft in den Multiplexen in den kommenden Wochen oder Monate wieder in vollem Umfang aufgenommen wird.

Am Wochenende gingen die Einnahmen an den Kinokassen in Südkorea, dem fünftgrößten Markt der Welt, im Vergleich zum Vorjahr um erschreckende 80 Prozent zurück. „Die Kinos sind geöffnet, aber sie könnten genauso gut geschlossen sein, das macht kaum einen Unterschied“, bemerkte ein Verleiher gegenüber dem Brachenblatt The Hollywood Reporter.

Im Februar gingen die Einnahmen in Südkorea um fast 70 Prozent zurück. Die Kartenverkäufe im letzten Monat beliefen sich auf insgesamt 62 Milliarden KRW (52 Millionen Dollar), verglichen mit 189 Milliarden KRW (158 Millionen Dollar) bei 22,3 Millionen Eintritten im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

„Die Situation ist jetzt viel schlimmer als die, die wir während des Ausbruchs der ‚Nahost-Version des Coronavirus‘ MERS im Jahr 2015 gesehen haben“, sagte ein Beamter der Korea Film Commission. „Das Publikum ist damals auf mehr als 40 Prozent gesunken, aber es gab keine Kinoschließungen und der Markt hat sich nach etwa einem Monat wieder normalisiert. Das wird bei Coronavirus nicht der Fall sein. Die Atmosphäre der Angst ist spürbar.“

Da die Kinos geschlossen oder Vorführungen gestrichen wurden, sind viele lokale Filmveranstaltungen in Korea verschoben oder auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Am Montag wurde bekannt gegeben, dass eine Schwarz-Weiß-Version von Bong Joon Hos Oscar-gekröntem ‚Parasite‘, der am Mittwoch landesweit in die Kinos kommen sollte, verschoben wird, bis sich die Coronavirus-Krise beruhigt hat.

Touristen mit Mundschutz vor dem Mailänder Dom (dpa)

Italien im Ausnahmezustand

In Italien sind etwa die Hälfte der Kinos geschlossen – die meisten im Norden des Landes – da die Regierung strenge Auflagen auferlegt hat, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, nachdem dort 3090 bestätigte Infektionen und inzwischen mehr als 100 Todesfälle gemeldet wurden.

Die Einnahmen an den italienischen Kinokassen sind seither im Sinkflug, am ersten Wochenende nach den Schließungen um 44 Prozent. Die Gesamteinnahmen gingen am vergangenen Wochenende im Vergleich zum Vorjahr um ganze 76 Prozent zurück.

„Die Folgen der Zwangsschließungen und die Angst, die sich in der Öffentlichkeit breit gemacht hat, sind dramatisch“, äußerte sich Francesco Rutelli, Präsident der ANICA, Italiens Verband der Film-, audiovisuellen und Multimedia-Industrie, der feststellte, dass Italien zuvor noch einen regelrechten Kinoboom erlebt habe. Die Einnahmen im Jahr 2019 stiegen um 14 Prozent, und dieses Jahr startete erneut fulminant.

„Vor dem Ausbruch dieser Krise war das Kino in einem ausgezeichneten Zustand“, sagte Rutelli und bemerkte, dass die Kinokassen in Italien im Januar vor dem Ausbruch des Virus um 22 Prozent gestiegen seien.

Italien ist der erste europäische Hotspot von COVID-19, aber die Fälle häufen sich in ganz Europa – von den italienischen Nachbarn Frankreich, Deutschland und der Schweiz bis hin zum Norden Dänemarks, wo ein leitender Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders TV2 nach der Rückkehr von einem Skiurlaub in Norditalien positiv auf das Virus getestet wurde. Schulen und Universitäten wurden bereits landesweit geschlossen, Städte wie Mailand abgeriegelt. Der Karneval in Venedig abgesagt. Fabriken und Restaurants bleiben geschlossen. Italien trifft drastische Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus.

In Japan, wo die Infektionen zugenommen haben – bis Montag hatte das Land knapp über 275 bestätigte Coronavirus-Fälle und sechs Todesfälle -, stehen die Auswirkungen des Virus auf die Kinobesuche gerade erst am Anfang. Offizielle Daten für das jüngste Wochenende wurden noch nicht veröffentlicht, aber viele lokale Analysten rechnen mit einem Rückgang von etwa 10 bis 15 Prozent.

Der japanische Studio-, Vertriebs- und Theaterbetreiber Shochiku teilte mit, dass derzeit die Strategie verschiedener Werbeveranstaltungen für Filme überdacht werde. Das Unternehmen bietet mittlerweile Kinobesuchern, die im Vorverkauf Karten gekauft hatten und diese nicht mehr einlösen wollten, Rückerstattungen an. Auch Toho, der Betreiber der größten Kette des Landes, stellte am vergangenen Freitag Rückerstattungen für Kunden zur Verfügung. Das Studio zog bereits bevorstehende Veröffentlichungen für Anfang März zurück. Laut Toho wird ein neues Datum festgelegt, sobald mehr Klarheit über die Situation der öffentlichen Gesundheit herrsche. Der Kinostart von Setsurō Wakamatsus Drama ‚Fukushima 50‘ über die japanische Kernschmelze 2011 mit Ken Watanabe in der Hauptrolle, wurde ebenfalls verschoben (ursprünglicher Kinostart 5. März).

Auch im Nahen Osten bleiben die Zuschauer den Kinos in Scharen fern, nachdem mehrere Fälle von COVID-19 bestätigt wurden. Der Iran hat mit 978 offiziellen Fällen und 107 Todesfällen (Stand 5. März) die höchste Zahl an Todesfällen durch das Virus außerhalb Chinas zu verzeichnen, aber die Auswirkungen sind über den gesamten Golf zu spüren. In Kuwait (43 bestätigte Fälle) ist die Kinobesucherrate unter 10 Prozent gesunken. In den Vereinigten Arabischen Emiraten (19 gemeldete Fälle) halten sich die Menschen von Einkaufszentren fern, in denen praktisch alle Multiplex-Kinos des Landes untergebracht sind. Über die Grenze in Saudi-Arabien wurden zwar noch keine Fälle gemeldet, aber das Land hat vorsorglich Pilgern fünf Monate vor der jährlichen Hadsch-Pilgerreise, bei der Millionen von Gläubigen aus allen Teilen der Welt nach Mekka und Medina strömen, vorübergehend die Einreise verboten.

In Großbritannien ist die Zahl der bestätigten Fälle auf 85 sprunghaft angestiegen, hier gibt es aber noch keine Anzeichen für die Schließung von Kinos oder die Einstellung der Produktion. Aber als wichtiger und dynamischer Filmmarkt hätte jede Auswirkung des Coronavirus ernsthafte Auswirkungen auf die Branche. Die Epidemie ist derzeit das Thema der britischen Filmindustrie. Viele erwarten, dass dieses die weltweite Filmindustrie schon sehr bald hart treffen werde. „Es ist nicht eine Frage des Ob, sondern des Wann“, äußerte sich neulich ein britischer Filmproduzent.

Zum dritten Mal verschoben; der 25. Bond Film ‚No Time To Die‘ mit Daniel Craig. (Universal)

Die weltweite Ausbreitung des COVID-19 veranlasst Hollywood dazu, die Produktion und Veröffentlichung seiner Filme und Shows neu auszurichten. Disney’s 200 Millionen Dollar teures Live-Action-Abenteuer ‚Mulan‘ (Kinostart 26. März) mit rein asiatischer Besetzung, und der James-Bond-Film ‚No Time to Die‘, dessen deutscher Kinostart bereits auf den 12. November verschoben wurde, haben ihre chinesischen Premieren bis auf weiteres gecancelt. Auch Disney und Pixar haben den Erscheinungstermin von ‚Onward‘ in Korea auf April verschoben, und Disney Korea hat alle Vorführungen (für Presse) des Films abgesagt (In Deutschland ist Onward bereits am 5. März gestartet). „Wir werden ein neues Startdatum auswählen und bekannt geben, nachdem wir eine Bestandsaufnahme der Situation rund um das Coronavirus gemacht haben“, so Disney in einer offiziellen Erklärung.

In Italien wurden alle für das vergangene Wochenende geplanten großen US-Debüts abgezogen, darunter auch der ‚Der Unsichtbare‘. Termine für Veröffentlichungen wie ‚Onward, A Beautiful Day in the Neighbourhood und The Grudge sind noch ungewiss.

Am Montag forderten Fans auf der Website des MI6-HQ, dem größten Bond-Fan-Blog, die Produzenten und Verleiher MGM und Universal auf, die Veröffentlichung des Films wegen des Coronavirus bis zum Sommer zu verschieben. „Es ist nur ein Film. Die Gesundheit und das Wohlbefinden der Fans auf der ganzen Welt und ihrer Familien ist wichtiger“, hieß es dort. „Wir alle haben über vier Jahre auf diesen Film gewartet. Ein paar weitere Monate wird dem Film nicht schaden.“

Indes gibt es wenig, was die großen Studios in China tun können, um dem aktuellen Geschehen entgegenzuwirken. Wann die Kinos wieder geöffnet werden oder wann Filme veröffentlicht werden können, darüber hat im Moment kein Studio oder Verleiher der Welt die Kontrolle. Allein das Virus und der Umgang von Politik, Regierungen, Gesundheitsbehörden und der Menschen vor Ort wird zeigen, wann und ob sich die Lage in absehbarer Zeit wieder beruhigt.

Die Auflagen der Behörden sind jedenfalls für die Kinobetreiber sehr belastend. Die Kinos müssen die Namen und Adressen aller Kinobesucher aufzeichnen, ihre Körpertemperaturen überprüfen, das Tragen von Masken verlangen und sicherstellen, dass zwischen jedem Besucher ein freier Sitzplatz vorhanden ist, was nochmals weniger Einnahmen generiert, sowie öffentliche Räume regelmäßig desinfizieren.

Während in Chinas Kinos daher das Licht meist aus bleibt, wächst derweil der Rückstand an unveröffentlichten Titeln – bereits über ein Dutzend Hollywood- und chinesische Produktionen – weiter an. Sobald die chinesischen Kinos endlich wieder öffnen, wird man vor der gewaltigen Aufgabe stehen, zu viele große Titel in einen viel zu engen Zeitraum unterbringen zu müssen. Zu den Hollywood-Filmen, die auf eine Veröffentlichung warten, gehören ‚Doolittle, Sonic the Hedgehog, JoJo Rabbit, Marriage Story, 1917 und Little Women‘.

Zu den großen Mai-Veröffentlichungen, die möglicherweise betroffen sein könnten, gehören Disney/Marvel’s ‚Black Widow‘ und Universal’s ‚F9‘ (der letzte Film der Reihe, ‚The Fate of the Furious‘, brachte allein 392,8 Millionen Dollar in China ein).

IMAX-Geschäftsführer Richard Gelfond äußerte am 19. Februar vor Investoren die Befürchtung, dass Studiotitel, die nicht gleichzeitig mit der Einführung von US-Kinostarts in China auf den Markt kommen, einer großen Gefahr von Raubkopien ausgesetzt sind, da wahrscheinlich viele Menschen nicht lange (oder noch länger) auf die Titel warten möchten. Daher erwägen einige Studios, Filme direkt auf digitalen Plattformen in China zu veröffentlichen, um der Bedrohung einer Piraterie entgegenzuwirken. Gelfond war jedoch zuversichtlich, dass sich das Geschäft wieder beleben wird, wenn die Kinos in China wieder geöffnet werden, einschließlich der 702 IMAX-Leinwände im Land.

In Japan sollte Renee Zellweger im Februar für ihren Oscar-gekrönten Auftritt als Judy Garland in ‚Judy‘ werben, der dort am 6. März veröffentlicht wird – aber ihr Besuch wurde abgesagt, Zellweger gab dageben japanischen Medien Interviews über Skype. Und auch der Besuch von Saoirse Ronan in Japan für ‚Little Women‘, der für den 27. März geplant war, wurde ebenfalls aufgrund von Bedenken über das Virus abgesagt. Das US-Außenministerium erhöhte die Warnung für Reisen nach Japan am 22. Februar auf Stufe 2 und riet zu „erhöhter Vorsicht“ aufgrund der Verbreitung des Virus „in japanischen Gemeinden über unbekannte Infektionswege“. Inzwischen sind in den USA selbst Fälle des Virus aufgetreten.

Neben den Veröffentlichungen sind auch direkt Produktionen durch die Pandemie beeinträchtigt. Tom Cruise‘ bevorstehende unmögliche Mission, MI7 hat nach dem Ausbruch des Coronavirus in Italien die Produktion in Venedig eingestellt. „Wir ändern den Produktionsplan für unsere dreiwöchigen Dreharbeiten in Venedig, dem geplanten ersten Teil einer umfangreichen Produktion für Mission: Impossible 7“, so ein Sprecher von Paramount Pictures gegenüber dem Branchenblatt The Hollywood Reporter. „Wir werden diese Situation weiterhin beobachten und mit Gesundheits- und Regierungsbeamten zusammenarbeiten“.

Auch Netflix hat Italien als Drehort auf dem Plan. Die 160 Millionen Dollar teure Action-Produktion ‚Red Notice‘ mit Dwayne-Johnson, Ryan Reynolds und Gal Gadot sollte in den kommenden Wochen in Italien gedreht werden. Nun könnte der Drehort aber verlagert werden. Laut Netflix soll es aber zu keinen Produktionsverzögerungen kommen.

Doch betroffen vom Coronavirus sind nicht nur die Kinos, Produktionen und Veröffentlichung von Filmen. Letzten Samstag schloss dass Disney Resort in Tokio seine Tore und bleibt mindestens bis zum 15. März geschlossen. The Walt Disney Co. warnte zuvor, dass die Gewinne aus seinen Parks in China im laufenden Quartal um 280 Millionen Dollar sinken könnten. Auch die Universal Studios Japan in Osaka haben letzten Freitag geschlossen.
Die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio gehen nach Angaben des Internationalen Olympischen Komitees planmäßig weiter. Die Organisatoren gehen davon aus das die Spiele diesen Sommer wie geplant stattfinden werden.

Die Filmfestspiele von Cannes teilten am Freitag mit, dass sie sich „weiterhin auf die diesjährige Veranstaltung vorbereiten“, die vom 12. bis 23. Mai stattfinden wird. „Das Festival de Cannes verfolgt aufmerksam die Entwicklungen und die neuesten Richtlinien der lokalen, nationalen und internationalen Behörden bezüglich des Coronavirus und steht in direkter Verbindung mit den zuständigen Behörden“, so die Organisatoren in einer Erklärung. „Heute ist es noch verfrüht, Entscheidungen über ein Ereignis zu treffen, das in zweieinhalb Monaten stattfinden soll.

Trotz neuer Fälle in den USA ist von der Schließung von Kinos oder einen Rückgang der Besucherzahlen in Nordamerika nicht die Rede. Adam Aron, der Geschäftsführer der AMC-Theater, erwarte „minimale“ wirtschaftliche Auswirkungen des Ausbruchs. „Unsere Kinos, die sich vorwiegend in den Vereinigten Staaten und Nordeuropa befinden, scheinen wenig oder keine Auswirkungen zu spüren“, stellte der Geschäftsführer fest. „Wenn das Coronavirus allerdings die Vereinigten Staaten in großem Umfang treffen würde, wäre das ein großes Problem für uns. Was bisher aber noch nicht passiert ist.

Selbst im positivsten Fall, wenn sich die Lage schnell beruhigen sollte, werden die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus und die Angst, die es bei den Menschen auslöst, immens sein. Filme und Kinos schreiben in guten wirtschaftlichen Zeiten in der Regel gute Zahlen. In schlechten Zeiten gehen die Leute aber noch öfter ins Kinos, um sich abzulenken. Höhere Gewalt, wie in diesem Fall, übertrifft jedoch alles. Wenn die Menschen anfangen, Massenveranstaltungen zu meiden, wird sich das auch auf den Kinobesuch auswirken, ebenso wie auf die Produktion von Filmen. Die Auswirkungen werden international deutlich spürbar sein und zunehmen. Auch in den USA könnte sich die Situation daher schnell ändern.

Bisweilen waren die Studios nicht bereit, auf die vielen Anfragen diverser Medien, ihre Reaktionen und Strategien auf die Krise und/oder eine Stellungnahmen abzugeben. Ausgenommen Mitteilungen über Startverschiebungen. Dafür dürfte die aktuelle Weltlage und die Prognosen für die Zukunft im Hinblick auf die Entwicklung und Auswirkungen des neuartigen COVID-19 Virus derzeit zu unklar sein.

„Niemand weiß was passieren wird. Ich glaube, die Dinge könnten wirklich schwierig werden“, sagte ein Sprecher der Motion Picture Association, eine US-Organisation die die großen Studios weltweit vertritt. Man müsse „die Berichte der Gesundheitsbehörden über das Coronavirus und die Schutzmaßnahmen zur Begrenzung seiner Ausdehnung genau beobachten“ und weiterhin „die notwendigen Vorkehrungen zur Gewährleistung von Gesundheit und Sicherheit“ ihrer weltweiten Kunden und Mitarbeiter treffen, so der Sprecher.

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